Der Herr der Ringe

Diskutiert über Fantasy im Kino und im Fernsehen.

Beitragvon Tod » Mittwoch 29. Juni 2005, 21:22

Das dürfte ja wohl die Fantasy-Verfilmung der letzten Jahre gewesen sein und das Thema wird früher oder später kommen. Also hier ist es!
Was haltet ihr von den Filmen, der Umsetzung, der Vermarktung, der Ausstattung der DVDs, der Spieldauer?
Tod
 

Beitragvon Fruusch » Mittwoch 29. Juni 2005, 21:31

Beim Kinofilm bin ich geteilter Meinung:

Teil 1: Grandioser Start in die Trilogie. Ich hab den Film 3mal im Kino gesehen, das hat davor noch keiner geschafft.
Teil 2: Die große Enttäuschung schlechthin. Ich habs wirklich bereut, den im kino gesehen zu haben. Die Story war lückenhaft und unlogisch, die Charaktere wirkten flach.
Teil3: Machte einiges wieder wett, auch wenn ein paar Szenen wirklich überflüssig und unsinnig waren.

Von den Extended Versions kenne ich bisher nur Teil 1 und Teil 2. Beide haben mir sehr gut gefallen. Gerade in Teil 2 machen die extra Szenen wirklich was aus, da die Handlung auf einmal logisch und natürlich wirkt, auch die Charaktere gewinnen viel hinzu.

Insgesamt muss ich sagen, hat mich die Verfilmung überzeugt. Ich verstehe nicht, dass einige meckern, die Treue zum Buch wäre nicht gewahrt gewesen. Das ist doch nicht der Sinn eines Films! Wenn man im Film ein Buch getreu nacherzählt, wird er todsicher langweilig.
Fruusch
 

Beitragvon Bat » Mittwoch 29. Juni 2005, 22:43

Die SEE kenne ich nur von 2 und 3 und finde sie in beiden Fall eine Verbesserung.

Teil 1 muss ich mir auch noch mal in lang ansehen, wobei ich den auch in der Kinofassung gut fand im Gegensatz zu Teil 3.

Die Vermarktung ist hervorragend :wink: Insofern, dass sie erfolgreich ist und viel beworben wird. Ansonsten finde ich es zu viel. Irgendwann ging mir der Rummel um den Film nur noch auf die Nerven. Glücklicherweise hat das mittlerweile wieder abgenommen.
Bat
 

Beitragvon Thetis » Donnerstag 30. Juni 2005, 06:28

Ich besitze alle SEE´s und habe es nie bereut. Ich finde den Stoff wirklich gut umgesetzt. Ich habe die Bücher mindestens 8mal gelesen(die letzten drei mal auf englisch) und kann dieJjammerei nicht verstehen, wenn sich jemand beschwert:"Das hat aber A zu B gesagt in X und nicht C zu D in Z".
Am besten an den SEE´s finde ich aber die Making Offs. Die habe ich schon öfter gesehen als die Filme.
Thetis
 

Beitragvon Ember Dion maMarin » Donnerstag 30. Juni 2005, 14:29

Hach, ein Thema, zu dem ich auch was sagen kann :)

Ich wurde damals von einem Kumpel in den ersten Teil geschleift. Ich fand ihn gruslig. Bin eh so schreckhaft und dann die ganzen Orks da ... war nich so ganz meins.
Mein Kumpel laberte mich die ganze Zeit zu 'Lies das Buch, is wirklich viel besser und total toll.'
Also, was mach ich? Lasse mir von meiner Ma einen Büchergutschein zu Weihnachten schenken und renne damit in die Buchhandlung.
Habe das Buch 'relativ' schnell gelesen und mir danach nochmal den ersten Teil im Kino angeschaut. Da gefiel er mir schon besser.
Nun kam das lauern auf die folgenden Teile.

Teil II fand ich nicht sooo toll. Da ich nun grad nicht so der Schlachten-fan bin und Teil II ja doch viel davon hat.

Dann lauern auf Teil III.
Da verwirrte alle um mich herum (die das Buch nicht gelesen haben) die erste Szene (Smeagol und Deagol am Fluss). Ich atmete erleichtert auf, weil ich auf diese Szene lange gewartet habe. Jeder normale Mensch müsste sich ja wundern, wie kam denn nun Gollum zum Ring?
So kam er dazu!

Im Endeffekt finde ich Teil I immernoch am Besten. Sicher hab ich auch innerlich immer überlegt, was ist im Buch anders. Aber Peter Jackson hat die Triologie schon gut verfilmt ... hat nicht umsonst soviele Oscars bekommen.

Die Vermarktung .. tja, ich bin auch ein kleines Konsumkind, also freute ich mich riesig über den angebotenen Schmuck *grinsels*
Aber inzwischen ist es einfach zuviel.
Die Triologie ist beendet, es kommt nichts mehr nach (außer viell. irgendwann doch noch 'Der Hobbit') und nun probieren sie noch alles auszuschlachten allein mit dem Verweis auf den HdR.

Ach ja .. die SEE's. Habe ich natürlich auch alle zu Hause zu stehen und schon mehr als ein Duzend mal gesehen (das TV-Programm is einfach schlecht) und finde die zusätzlichen Szenen sehr gut.
Das Infomaterial macht mir meist aber noch mehr Spaß zu schauen, als den eigentlichen Film :)

*winkz*
Ember Dion maMarin
 

Beitragvon Jerakeen » Donnerstag 30. Juni 2005, 14:44

Ich fand die Filme sehr gut, und ich habe auch alle drei SEE im Regal stehen.
Die Schauspieler fand ich alle gut getroffen, genau hatte ich sie mir immer vorgestellt (Mit Schaudern denke ich an dieses quietschbunte 70er-Jahre Machwerk von Ralph Bakshi zurück, wo Theoden aussah wie der Weihnachtsmann und Boromir wie ein alter Wikinger..Gut, Sean Bean war für die Rolle eigentlich auch schon zu alt, aber ein bißchen Verlust ist immer)
Der zweite Teil fällt leider gegen Teil 1 und 3 deutlich ab, da dies auch der Teil ist, wo Jackson sich am meisten künstlerische Freiheit herausgenommen hat. Und diese Surfeinlage von Legolas und Gimli als Witzfigur zu verheizen, hätte er sich schenken können.
In Teil 3 fand ich besonders Sean Astin als Samwise herausragend, meiner Meinung nach hätte er eigentlich einen Nebenrollen - Oscar verdient. Die Entwicklung vom naiven und etwas trotteligen Hobbit hin zum letzten Ringträger war genial. Dagegen war mir Elijah Wood erstens zu jung für seine Rolle (Frodo ist doppelt so alt wie Sam, Merry und Pippin) und zweitens ist mir sein betroffenes Gucken und sein ständiges "Ach, Sam" irgendwann auf die Nerven gegangen :smile:.
Alles in allem finde ich aber, das Peter Jackson dem Werk gerecht geworden ist, und sich auch nicht von seinem Vorhaben hat abbringen lassen. Wenn ich mir die ganze Ausstattung angucke, vor allen Dingen in Rohan, dann merkt man, da hat jemand das Buch gelesen und wollte das Buch verfilmen und nicht nur Kohle machen. Und das Argument vieler Puristen: "Der fehlt" oder "Wieso ist Tom Bombadil nicht dabei", da kann ich nur sagen, ich hätte als Nichtkenner, der nur einen guten Fantasyfilm sehen will, mit Tom Bombadil nichts anzufangen gewusst, und zuviele Namen (Elladan, Elrohir, Glorfindel etc.) erschlagen den Zuschauer irgendwann
Jerakeen
 

Beitragvon Bodo » Donnerstag 30. Juni 2005, 16:31

Hm, dann bin ich jetzt mal wieder der erste (und einzige?) der kräftig gegen den Strohm heizt:grin:

Ich fand die Filme eine sehr große Enttäuschung, und war mir hinterher nichtmehr sicher, ob es mir nicht lieber gewesen währe, das Buch wäre nicht verfilmt worden.
Ums gleich vorweg zu nehmen: als Filme an sich sind sie wohl ganz ok bis ziemlich gut - aber als Verfilmung meiner Meinung nach eine Katastrophe.
Ich bin mit sicherheit kein Hardcore-Fan (falls das Wort 'Fan' überhaupt angebracht ist - ich fand das Buch einfach super, ich hab aber nichtmal das Silmarilion gelesen) und ich hänge mich auch nicht unbedingt an einzelnen Details auf. Dass man was wegkürzen muss ist klar. Dass man vereinfachen muss auch.
Was mich aufregt sind die Stellen, an denen Veränderungen nicht nur die Story schwächen, die Charaktere verbiegen oder ganz einfach lächerlich wirken, sondern auchnoch in keinster Weise zur Vereinfachung beitragen. Dazu kommen viele sinnlos geänderte Details.
Ein paar von den (nicht ganz so gravierenden) Beispielen:
1. Arwen trifft an der Furt auf Frodo.
Ok, eine Person austauschen ist wohl künstlerische Freiheit, und man erspahrt dem Neuling einen Namen. Aber Arwen? Elrond schickt seine Tochter, den 'Abendstern seines Volkes' raus, um zwischen den Nazgul nach Frodo und Aragorn zu suchen?
Ich kann mir die Entscheidungsfindung richtig vorstellen... "Hm, wen könnten wir gegen die Ringgeister schicken... wir hätten da zur Auswahl: diverse Kampferprobte Söhne... diverse hohe Elbenlords... ne, passt alles nicht... aber hey, ich habs, da ist doch noch meine kleine Göre, der macht das bestimmt Spaß.... ARWEN?!?"
2. Die ganzen lächerlichen Aktionen von Legolas, die Umfunktionierung von Gimli, Merry und Pipin zu absoluten Witzfiguren (die waren im Buch vielleicht teils naiv und auch mal lustig - aber zwischen naiven, lustigen Hobbits und nervtötend idiotischen Pappnasen ist ein ziemlicher Unterschied...) und das alles nur, um von der teils übertriebenen Brutalität abzulenken.

Das waren wie gesagt die Sachen, die mich zwar stören, aber wohl unter künstlerische Freiheit zu verbuchen sind.
Viel schlimmer finde ich, wie teils Charaktere verdreht und die Story ad absurdum geführt wurde...
Es gibt da einfach Stellen, wo mir die Luft weggeblieben ist und ich mir gedacht habe 'Das kann der jetzt nicht wirklich bringen, oder?' Ob das Elrond ist, der mit ganzer Macht versucht Arwen von Aragorn abzubringen, oder Theodens 'Wieso sollten wir jehnen (Gondor) helfen?' oder die lächerliche Kampfszene zwischen Gandalf und Saruman und Gandalfs Verprügelaktion an Denethor vor dessen Leuten (die natürlich zusehen...), oder die verunglimpfung Boromirs zu einer kleingeistigen, arroganten, egozentrischen beleidigten Leberwurst, oder (evtl. das schlimmste) die zeitweise 180° Verdrehung von Faramir, der mit den selben Worten, mit denen er im Buch klar stellt, dass er den Ring niemals wollen würde, und Frodo und Sam gehen können, im Film klar stellt, dass er den Ring niemals entweichen lassen kann und Frodo und Sam quasi zu gefangenen erklährt. Das alles, um sie dann in Osgiliat zwischen Orks und Nazgul wieder auszulassen.

Wie gesagt, Änderungen sind bei so einem Monumentalwerk unvermeidbar, und wo sie begründbar sind würde ich sie auch hinnehmen, aber besonders das was ich zuletzt aufgezählt hab (und vieles mehr in der Richtung, was ich vergessen hab, da ich die Filme nur einmal im Kino gesehen und dann nie wieder angekuckt habe) lassen für mich nur 3 Möglichkeiten offen:
A) Sie sind ein Zeichen von der grenzenlosen Arroganz des Regisseurs... ("Hm... Ring, ja, ganz gut... die Landkarte auch... sogar ein paar von den Charakteren kann man behalten, aber der Rest... naja, ein Autor kann halt nix für mangelnde Begabung, das kann ich 10 mal besser...")
B) Der Unfähigkeit des Regisseurs, das Buch umzustezen (nunja, es hätte schlimmer kommen können... es war ja noch viel Platz frei für zusätzliche Poltergeister und Splatterszenen...)
oder, was sich mir aufdrängt,
C)Eines bewussten Affronts des Regisseurs gegen die Fans. ("Fans? Was interessieren mich Tolkiens Fans?? Das Geld macht man eh mit den Massen, die das Buch eh nicht gelesen haben... und es gibt unter den Fans immernoch genug Dumme, die sich mit Merchandiseing vollstopfen lassen, weil HDR draufsteht - egal was ich mit dem Buch anstelle... tja... A****karte gezogen... *Ätschbätsch*!!")

Tja, sry... meine Meinung dazu...
[ Diese Nachricht wurde geändert von: Bodo am 30.06.2005 um 17:34 ]
Bodo
 

Beitragvon Feles Cum Libero » Donnerstag 30. Juni 2005, 18:26

So, nun kommt auch mein Senf dazu :wink::

Zuerst einmal: Mir gefallen die Filme fast besser als das Buch *duck*.
Ich habe den "Herr der Ringe" gelesen, fand ihn gut, bin aber nicht der Meinung, dass er das beste Buch und Tolkien der beste Autor der Welt ist<!-- BBCode Note-Marker Start-One --><font color="#FF0000">*<!-- BBCode Note-Marker Start-Two -->1<!-- BBCode Note-Marker End-One --><!-- BBCode Note-Marker End-Two -->.
Die Film-Trilogie finde ich klasse. Dabei hat mir der erste Teil nicht einmal so gefallen. Teilweise hält er sich zu sehr ans Buch, zum anderen liegt das an Boromirs Darstellung: Diese herrlich ambivalente Charakter wird im Film fast zum Volltrottel *reicht Bodo die Hand*.
Der zweite Teil hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich Schlachten eigentlich nicht mag *geht in Deckung*. Aber Gollums gespaltene Persönlichkeit wurde einfach toll umgesetzt. Außerdem haben mir einige der Abweichungen von Buch gefallen. Und der Anfang hat es mir angetan - wenn auch eher aus cineastischer Sicht.
Auch den dritten Teil finde ich gut. Allerdings finde ich es schade, dass Saruman aus der Kinofassung rausgeschnitten wurde<!-- BBCode Note-Marker Start-One --><font color="#FF0000">*<!-- BBCode Note-Marker Start-Two -->2<!-- BBCode Note-Marker End-One --><!-- BBCode Note-Marker End-Two --> und - wie Bodo geschrieben hat - dass Faramirs Charakter derartig verdreht wurde. An einer Stelle ging für mich die Atmosphäre des Films fast Flöten: Kranka hat zwei kleine Reißzähne. Aber sie ist doch - mehr oder weniger - eine Spinne! Mein Bio-Wissen brachte mich da fast zum Lachen. Aber sonst empfand ich den dritten Teil als einen würdigen Abschluss dieses gigantischen Filmprojekts.<!-- BBCode Note Start --><TABLE BORDER=0 ALIGN=CENTER WIDTH=85%><tr><td><font size=-1>Fußnoten:<table width="100%" border="0"><tr><td height="2" bgcolor="#000000"></td></tr></table></td></tr><tr><td><FONT SIZE=-1><BLOCKQUOTE><!-- BBCode Note Start-One --><font color="#FF0000"><!-- BBCode Note End-One -->1<!-- BBCode Note Start-Two --><br /><!-- BBCode Note End-Two -->Ich bin Leuten begegnet, für die ist diese Ansicht eine Todsünde...<!-- BBCode Note Start-Three --><br /><br /><!-- BBCode Note End-Three --><!-- BBCode Note Start-One --><font color="#FF0000"><!-- BBCode Note End-One -->2<!-- BBCode Note Start-Two --><br /><!-- BBCode Note End-Two -->Habe die SEE noch nicht<!-- BBCode Note Start-Three --><br /><br /><!-- BBCode Note End-Three --></BLOCKQUOTE></FONT></td></tr><tr><td><table width="100%" border="0"><tr><td height="2" bgcolor="#000000"></td></tr></table></td></tr></table><!-- BBCode Note End -->
Feles Cum Libero
 

Beitragvon frenchAngua » Freitag 1. Juli 2005, 14:14

Ich habe sowohl den Herrn der Ringe gelesen, als auch einige andere Bücher von Tolkien. Trotzdem bin ich weit davon entfernt ein Fan zu sein.
Die Kinofilme fand ich an den falschen Stellen gekürzt, was in der SEE aber teilweise ausgebügelt wurde.
Die Charaktere haben aber wirkliche eine bessere Behandlung verdient. In den Büchern stehen alle Mitglieder der Gefährten auf einer Stufe und im Film sind alle außer zwei zu Randfiguren geworden.
Manche Szenen waren mir einfach viel zu albern oder, wenn man die Geschichten drumherum nicht kannte, zu unverständlich. Am aller, aller schlimmsten ist und bleibt Arwen. Im richtigen Buch wurde ihr immerhin eine 3/4 Seite gegönnt:grin:
Fazit: Ganz nette aktion Filme, als verfilmung durchgefallen.
Und ich habe übrigens nichts gegen Schlachten.
frenchAngua
 

Beitragvon Feles Cum Libero » Freitag 1. Juli 2005, 15:34

Oh ja, das Merchandising. Spätestens mit den HdR-Barbies von Mattel<!-- BBCode Note-Marker Start-One --><font color="#FF0000">*<!-- BBCode Note-Marker Start-Two -->1<!-- BBCode Note-Marker End-One --><!-- BBCode Note-Marker End-Two -->, die ich in unserem Karstadt gesehen habe, ist die Schmerzgrenze erreicht.<!-- BBCode Note Start --><TABLE BORDER=0 ALIGN=CENTER WIDTH=85%><tr><td><font size=-1>Fußnoten:<table width="100%" border="0"><tr><td height="2" bgcolor="#000000"></td></tr></table></td></tr><tr><td><FONT SIZE=-1><BLOCKQUOTE><!-- BBCode Note Start-One --><font color="#FF0000"><!-- BBCode Note End-One -->1<!-- BBCode Note Start-Two --><br /><!-- BBCode Note End-Two -->nicht verwechseln mit den gleich großen HdR-Figuren von Mattel, das sind andere<!-- BBCode Note Start-Three --><br /><br /><!-- BBCode Note End-Three --></BLOCKQUOTE></FONT></td></tr><tr><td><table width="100%" border="0"><tr><td height="2" bgcolor="#000000"></td></tr></table></td></tr></table><!-- BBCode Note End -->
Feles Cum Libero
 

Beitragvon Bat » Freitag 1. Juli 2005, 17:51

Was? Barbies?!
Naja, solange sowas gekauft wird...
Bat
 

Beitragvon Der Quästor » Freitag 1. Juli 2005, 19:54

[quote]
Feles Cum Libero schrieb am 30.06.2005 um 19:26 :
Zuerst einmal: Mir gefallen die Filme fast besser als das Buch
[/quote]

*Feles-die-Hand-geb* :grin:

Zum Thema Merchandising: Angesichts dieses wahren Overkills versteht man irgendwie, das Terry keinen Scheibenwelt-Film möchte...
Der Quästor
 

Beitragvon Jerakeen » Freitag 1. Juli 2005, 21:45

*stellt sich einen Rincewind - Ken und eine Conina - Barbie mit viel Zubehör vor*
Ok, das Merchandising beim Herrn der Ringe ist übertrieben, wobei ich sagen muss, ich bin auch teilweise drauf angesprungen und hab mir die Kalender gekauft. Aber nur, weil da soviel Platz für Termine drin war.
Manche Dinge, wie HdR-Kissen oder Plüschorks oder sowas find ich dann wieder übertrieben.
Jerakeen
 

Beitragvon Duskyblue » Freitag 1. Juli 2005, 22:42

[quote]
Feles Cum Libero schrieb am 30.06.2005 um 19:26 :
Zuerst einmal: Mir gefallen die Filme fast besser als das Buch *duck*.
[/quote]
Mir auch. Ich habe es nicht geschafft, die Bücher fertig zu lesen. Es war mir schlicht zu langweilig. Naja, vielleicht ist langweilig nicht das richtige Wort:razz: Meine Schwester hat den Abendstern und Nenya (Ring von Galadriel), beides ist SEHR schön. Hach.


[ Diese Nachricht wurde geändert von: Duskyblue am 01.07.2005 um 23:47 ]
Duskyblue
 

Beitragvon Fruusch » Sonntag 3. Juli 2005, 10:58

Zu den Büchern kann ich auch sagen, dass ich sie zwar gerne lese, weil mich diese Welt fasziniert, aber dass Tolkien wirklich kein guter Autor war. Über große Strecken ergeht er sich in Beschreibungen, die keinen interessieren und das Buch langatmig machen. Die Charaktere sind schlecht ausgearbeitet und wirken eigentlich fast nur als Stereotypen, mit wenigen Ausnahmen (wie zB Sam oder Gollum). Literarisch gibt es also wirklich bedeutend Besseres, mit der Erschaffung dieser Welt hat er aber trotzdem etwas Einzigartiges geschaffen.
Fruusch
 

Beitragvon frenchAngua » Sonntag 3. Juli 2005, 13:27

Das mit der Ausarbeitung ist so eine Sache, da er unmengen geschrieben hat, was die Geschichte unterstützt und vor allem die Charaktere erklärt, ist das so nicht einfach zu sagen ob die schlecht ausgearbeitet sind. Alles etwas kompliziert...
frenchAngua
 

Beitragvon cheery_littlebottom » Mittwoch 6. Juli 2005, 14:04

Mir alles wurscht! Ich mag die Bücher! Und die Filme find ich auch okay. Wenn doch nur alles im Leben so einfach wäre wie Herr der Ringe gut finden... *seufz*
cheery_littlebottom
 

Beitragvon Robin des Bois » Dienstag 12. Juli 2005, 18:04

Tolkiens Stil muss einem einfach liegen, so wie einem der Stil eines Pratchett oder King auch liegen muss.
Wenn ich mit Pratchetts Angewohnheit, einfach alles ins Lächerliche zu ziehen, oder mit Kings 08/15-Schreckmomente-am-Fließband-Technik nicht klar komme, dann kann ich über die beiden auch sagen: Das sind wirklich keine guten Schriftsteller.

Wenn man Tolkien liest, dann muss man einfach Zeit mitbringen und die Bereitschaft, manches interessante Detail einfach mal nicht (sofort) zu erfahren.
Ich für mein Teil kann nur sagen, ich habe zB den Herrn der Ringe mehrmals gelesen, und finde das Buch über 1300 Seiten hinweg konsistent und sich selbst in keinem Punkt widersprechend. Und eine solch Legendenschwangeres Epos wie LotR bietet da weiß Gott Fallstricke genug. Ich denke, es gehört schon einiges an Kunstfertigkeit dazu, nicht in eine einzige dieser Fallen zu tappen.
Und vielleicht liegt es ja daran, dass ich langsam alt werde und vergesse, aber ich entdecke jedesmal wenn ich das Buch lese, wieder was Neues darin. Wie gesagt, wenn der Grund dafür nicht beginnende Altersdemenz bei mir ist, dann ist das eine schriftstellerische Leistung, die erstmal Ihresgleichen sucht.
Robin des Bois
 

Beitragvon Erzkanzler Knallwinkel » Dienstag 12. Juli 2005, 19:24

Ich selbst fand die Filme nicht so berauschend. Das liegt daran, daß es im Buch so viele schöne Dinge gab, die einfach herausgekürzt wurden. Dazu zählt vor allem die Poesie, die besonders dann wirkt, wenn man die verschiedenen Gedichte einmal nebeneinanderstellt. Seien es die kurzen Verse ("Die Straße gleitet fort und fort ..."), die langen, steinalten Epen ("Die Welt war jung, die Berge grün ...) oder die scherzhaften Gedichte ("Troll saß allein auf einem Stein ..."), sie alle trugen dazu bei, dem Buch etwas besonderes zu geben, ohne es mit Kitsch zu überladen. Das vermisse ich am Film. Ich würde ja gerne eine differenzierte Begründung dafür suchen, aber ich fürchte, mit "auf der Leinwand wollen wir eben Action, und mit der Dichtkunst steht der Durchschnittszuschauer auf Kriegsfuß" ist schon alles gesagt. Vielleicht sollte man noch ergänzen: "Und der Regisseur kann sich bei einem Gedicht sowieso nicht einbringen."

Ich finde es schade. Gerade den letzten der drei Filme habe ich einfach nur als eine einzige große Schlacht erlebt; er war voller Klischees, auch im parallel erzählten Strang mit Frodo, Sam und Gollum. Die HdR-Atmosphäre ist jedenfalls nicht rübergekommen. Es hätte sich so auch in den vergessenen Reichen, auf dem Mars oder gar der Erde zutragen können.
Erzkanzler Knallwinkel
 

Beitragvon Der Quästor » Mittwoch 13. Juli 2005, 07:51

Also, die Poesie ist in der Verfilmung schon noch drin, wenn auch zu geringeren Teilen als im Buch, da gebe ich Dir recht.
Aber als Bilbo zum Beispiel das Auenland verlässt, singt er "Die Straße gleitet fort und fort" an, in der langen Fassung des ersten Teils singt Aragorn in einem Nachtlager ein Stück der Ballade von Luthien und Beren und sogar im dritten Teil wird gesungen, und zwar von Pippin, der Denethor ein Liedchen beim Essen zum Besten geben muss.
Und dass sind nur die Beispiele, die mir spontan einfallen - es gibt sicher noch mehr :wink:

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Der Quästor am 13.07.2005 um 08:54 ]
Der Quästor
 

Beitragvon Ember Dion maMarin » Mittwoch 13. Juli 2005, 09:03

Guten morgen.

Nun, ich denke nicht, dass die mangelnde 'Poesie' so zum tragen kommen sollte, bei der Bewertung eines solchen Mamut-Projektes.

Zumal mir spontan noch einfällt, Baumbart hat in der SEE seine Gedichte vorgetragen, Aragorn hat nach seiner Krönung gesungen, selbst Sam durfte in Lorien einen kurzen Vers zu Gandalf aufsagen.

Ich denke, Peter Jackson hat das schon ganz gut auf die Reihe bekommen. Sollte ja kein Musical werden ... das gibt es nochmal extra.
Ember Dion maMarin
 

Beitragvon OOGH!! » Mittwoch 13. Juli 2005, 11:15

Oh ja!

'The Hobbit' ist in Wellington so gefloppt, das es in Auckland erst gar nicht aufgeführt wurde!
OOGH!!
 

Beitragvon Fruusch » Mittwoch 13. Juli 2005, 11:54

Also die Poesie habe ich im Film nicht vermisst. Die wurde schön eingebunden, ob nun direkt oder als Hintergrundmusik. Gut fand ich allerdings, dass der Tom-Bombadil-Dudelfunk rausgekürzt wurde :wink:
Fruusch
 

Beitragvon Robin des Bois » Sonntag 17. Juli 2005, 22:12

:grin: Grade Tom habe ich vermisst.
Wenn auch nur ihn, nicht seinen Gesang, da geb ich dir recht.
Robin des Bois
 

Beitragvon jak3 » Freitag 9. Dezember 2005, 11:02

Díe Bücher sind sowieso generel besser, da kann man nichts machen, aber wenn man die Filme mal mit anderen Filmen vergleicht ( z.B. darf ich bitten ), sind die wirklich sehr gut gelungen, die fesseln einen immer wieder vor den Fernseher.
jak3
 

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