Watchmen - Die Wächter

Diskutiert über Fantasy im Kino und im Fernsehen.

Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Windle Poons » Montag 23. März 2009, 13:57

Ich kannte die Story und die Figuren vorher überhaupt nicht und wusste vor dem Kinobesuch nur, dass es sich um die Verfilmung eines Kult-Comics handelt...
Die Kritiken waren vielversprechend und eine der Hauptfiguren erinnerte mich vom äußereren Erscheinungsbild sehr stark an Sam Mumm...
Ich weiß selber nicht, was ich eigentlich erwartet hatte... aber DAS jedenfalls nicht...

Trotz Überlänge (ca. 160 Minuten) musste so einiges -im Vergleich zur Vorlage- gekürzt oder geringfügig verändert werden
Wenn man das Buch (oder wenigstens die grobe Story) vorher nicht kennt, entgehen einem viele Details.
Außerdem erscheinen einige Zusammenhänge und Hintergründe ohne Vorkenntnisse relativ verwirrend und / oder verstörend.
(Beispielsweise das konsequente und stimmige -aber für mich sehr überraschende- Ende...)

Bei mir hat der Film jedenfalls einen sehr starken Eindruck hinterlassen.
Vieles hat mich auch noch im Nachhinein beschäftigt und ins grübeln gebracht...
Das hat dazu geführt, dass ich mir tatsächlich -trotz des abschreckend hohen Preises- die Buchvorlage bestellt habe (eine Art Hardcover-Comic, über 400 Seiten, 29.95 Euro).
Das Teil wurde am Wochenende geliefert und sofort am Stück "verschlungen"...

...und ich kann es kaum erwarten bis der Film auf DVD ´rauskommt...
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Re: Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Feles Cum Libero » Dienstag 24. März 2009, 12:19

Habe den Film auch gesehen (sogar zweimal, einmal englisch, einmal deutsch). Ich hatte ebenfalls keine Vorkenntnisse, habe mir aber fest vorgenommen, den Comic zu lesen.

Der Film selbst hat mir sehr gut gefallen und mich durchaus zum Nachdenken angeregt. Wieviele Details mir entgangen sind, kann ich (noch) nicht sagen, aber mir sind schon ein paar Sachen im Film aufgefallen. Mehr kann ich vielleicht nach der Lektüre der Vorlage sagen. Verwirrend fand ich den Film allerdings nicht.
Ist "Watchmen" verstörend? Hm, gute Frage... wenn man eine Superhelden-Verfilmung á la "Spiderman" erwartet (was ich nicht habe), ist "Watchmen" sicherlich verstörend. Teilweise war mir persönlich der Splatter-Anteil zu groß. Aber auf der anderen Seite ist diese explizite Brutalität wohl auch Teil der Geschichte. Es gibt auf jeden Fall Filme, die ich verstörender finde, "Sweeny Todd" zum Beispiel (was nicht heißen soll, dass ich den schlecht finde).
Ein, zwei Bekannte haben sich beklagt, dass die erste Hälfte des Films sehr Gesprächs-lastig sei. Fand ich jetzt nicht, aber ich gebe zu, dass "Watchmen" - zumindest in der ersten Hälfte - nicht gerade ein Actionfilm ist. Muss er auch nicht sein.

Was mich ein bisschen gewundert hat, war die Altersfreigabe. Der Film ist bei uns "ab 16". Wenn man bedenkt, das "Speed" und "The Rock", die ich beide vergleichsweise harmlos finde, als "ab 18" eingestuft wurden, kommen mir doch mal wieder Zweifel an der FSK. Aber das geht mir in den letzten Jahren immer wieder so...

@Windle Poons: Welche Figur hat dich denn vom äußeren Erscheinungsbild her an Samuel Mumm erinnert? Mir ging es auch so, dass ich bei einem Charakter häufiger an Mumm denken musste, aber mit dem Äußeren hatte das nur bedingt zu tun.

@all: Schaut euch den Film an, wenn ihr es noch nicht getan habt! :-)
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Re: Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Arc-en-ciel » Dienstag 24. März 2009, 13:50

Ich hab den Film gesehn, allerdings ohne irgendwelche Vorkenntnisse und blöderweise fehlte das letzte Stück (rund ne Stunde^^). Über das Ende kann ich demnach keine Aussage treffen, wobei ich es, egal wies ausgeht, wohl nicht als wenig überraschend bezeichnen würde, zmdst hab ich zur Zeit nciht wirklich eine Ahnung, wie sie das ganze durchziehen. Gut, wenn du sagst, es wär das konsequente Ende kommt mir da schon eine Idee, aber ohne diese Tipp hätten sie die Sache auch irgednwie moralisch ausgehn lassen können.
Das der Film ab 16 ist, versteh ich auch nicht wirklich, nicht nur wegen den Splatter-Szenen, die meiner Meinung nach zwar nicht übermäßig heftig sind (zdmst was explizit gezeigte Gewalt angeht), aber extrem zu Atmosphäre und Aussage des Films beitragen, sondern viel eher aufgrund eben der Aussage und der nicht explizit gezeigten Gewalt (Ich denk da an die Szene in der der Comedian von diesem ominösen Flugobjekt runterspringt paar Leute verhaut und dann völlig grundlos sein Gewehr rausholt. Man sieht nicht direkt, dass er jemanden erschießt, aber aus vorangegangen Szenen ist klar, dass er nicht einfach in die Luft schießt ...) Ich bin mir nicht sicher, ob man mit 16 Motivationen und Gedankengänge der eigentlich von vorn bis hinten aus Antihelden bestehenden Truppe verstehen oder zdmst sich hinreichend darüber Gedanken machen kann, um den Film zu verstehen.
Was ich auch ein bisschen Schade fand, war, dass man bis auf Ausnahme von Dr. Manhattan nicht erfährt wie es dazu kam, dass die ganze Mannschaft nu nicht direkt Superkräfte besitzt, aber dennoch zu Übermenschlichem fähig ist. Kann natürlich sein, dass das in der letzten Stunde noch geklärt wird, dann vergesst das^^
Allgemein hat mir der Film aber doch ziemlich gut gefallen, besonders bezüglich der Handlungen und Reaktionen von Dr. Manhattan. Bzw was mir in diesem Zusammenhang extrem gut gefallen hat, war, dass seine Gegenwartssicht nicht verschwommen ist, weil eine schlimme Katastrophe passieren wird und Millionen von Menschen sterben (was der absolut größte Schwachsinn ist, den Science Fiction und Fantasy je hervorgebracht haben und in jedem (jedem!!!) Film mit irgednwelchen Zeitreisen oÄ Zeitphänomenen zur Sprache gebracht wird. Von wegen dieses und dieses große Ereignis in der Geschichte kann nciht verhindert werden, sonder muss passieren, weil es ja so bedeutend ist. Ich könnt mir jedesmal sämtliche Haare ausreissen, wenn ich sowas höre ... ) sonder eben eine halbwegs physikalische Lösung gesucht und gefunden wurde (Elementarteilchen rocken ;) ).
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Re: Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Feles Cum Libero » Dienstag 24. März 2009, 14:28

@Arc-en-ciel: Meine Aussage mit der Alterfreigabe sollte sich nicht nur auf die gezeigte Brutalität beziehen, sondern auch auf die Punnkte, die du ansprichst. Hab ich unzrueichend formuliert. In der von dir erwähnten Szene sieht man übrigens direkt, wie der Comedian jemanden erschießt: Der Aufstand ist eigentlich schon zerschlagen, einer sprüht aber noch "Who Watches the Watchmen?" an die Wand. Der Comedian sieht und erschießt ihn. Nite Owl fragt daraufhin, was aus ihnen und dem amerikanischen Traum geworden ist.
Ich weiß nicht direkt, wie viel dir von dem Film fehlt, aber auch in dieser letzten Stunde wird nicht geklärt, wie die einzelnen Watchmen - mit Ausnahme von Dr. Manhatten - zu ihrem Heldendasein kamen. Es gibt jedoch bei ein paar von ihnen Andeutungen, die über den Film zerstreut sind. Die zweite Silk Spectre wurde von ihrer Mutter ausgebildet, wohl weil diese nicht mit ihrem Leben als normaler Mensch klar kam. Laurie lässt im Gespräch mit Dan ein paar solche Hinweise fallen. Der zweite Nite Owl ist ein Tüftler und war wohl ein Fan der Minutemen (die Vorgänger der Watchmen). Hinweise darauf sind der Besuch bei Hollis Mason (der erste Nite Owl) und ein paar Dinge, die er zu Laurie sagt. Bei Rorschach spielt wohl sein extrem ausgeprägter Sinn für Ungerechtigkeit eine Rolle. Er schildert ja dem Gefängnins-Psychologen einen seiner ersten Fälle und erklärt ihm damit, warum er "nur" noch Rorschach ist. Ozymandias schildert seine Motivation ziemlich deutlich gegenüber einigen Wirtschafts-Mogulen. Nur beim Comedian kann ich mich an keinen solchen Hinweis erinnern.
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Re: Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Windle Poons » Dienstag 24. März 2009, 20:09

@ Feles Cum Libero

Anfang 2009 erst habe ich zum allerersten Mal überhaupt etwas von diesem Film gehört bzw. gesehen...
Es war ein Bild in einer Fernsehzeitschrift...
In dieser TV-Zeitschrift wurden in Form eines Posterkalenders diverse Kino-Highlights für 2009 angekündigt.
(Für jedes Monat ein Kinoplakat als Kalenderblatt - unter anderem auch Ice-Age 3 oder X-Men: Wolverine)

Beim durchblättern dieses Kalenders fiel mein Blick auf eine Großaufnahme vom "Comedian" (Im Hintergrund ein Schlachtfeld, er trug eine Rüstung, hatte eine Zigarre im Mund, sehr düsterer Gesichtsausdruck und er hatte eine sehr grosse Waffe bzw. einen Flammenwerfer in der Hand)

Der allererste Gedanke, der mir bei diesem Anblick durch den Kopf ging, war:

"...Hey, der Typ schaut´ doch ganz genau so aus wie SAM MUMM (auf den Bildern von Kirby oder Kidby)... ?"
Und dann auch noch der Titel "WATCHMEN - Die Wächter" ?
Die haben doch wohl nicht etwa "Wachen Wachen" oder "Klonk!" (Stichwort: "Flammenwerfer") verfilmt... ?"

Das Mißverständnis war nach der Lektüre des Begleitartikels schnell geklärt...
Aber ich war auf jeden Fall sehr neugierig auf den Film geworden...

Meiner Meinung nach stecken in Film und Buch so viele interessante Details, die man unmöglich beim ersten Mal alle entdecken kann... (Das ist genau wie bei den Scheibenwelt-Büchern ;) )

Noch ein interessantes Detail: - der lateinische Spruch "Wer bewacht die Wächter"
taucht (zumindest im Buch) immer wieder mal auf, ist aber niemals vollständig zu sehen... ;)

@ Alle

Stimmt mit meinen Computer- bzw. Browsereinstellungen irgendetwas nicht ?
Bei mir erscheinen in den beiden Beiträgen von "Feles Cum Libero" und auch bei dem von "Arc-en-ciel" mitten im Text mehrere, große "schwarze Zensurbalken" :?:
Und wieso zeigt er bei mir als Uhrzeit 22.09 Uhr an, obwohl ich den Beitrag um 20.09 Uhr abgeschickt habe
("Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde")
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Re: Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Windle Poons » Dienstag 24. März 2009, 21:31

Noch ein Nachtrag:

Ich hatte mir den Film ohne jegliche Vorkenntnisse angeschaut und wusste überhaupt nicht, was da eigentlich auf mich zukommt...
Als ich dann nach knapp 3 Stunden aus dem Kino kam, war ich auf jeden Fall "verstört"...
Das lag zum Teil an einigen sehr exzessiven Gewaltszenen, zum Teil an der Story selber und natürlich auch an den Figuren bzw. ihren Charakteren...
Alles in allem war es irgendwie so ganz anders als bei einer "normalen" Comic-Verfilmung (wie z.B. Superman, Batman, Hulk, Spiderman).
Ich kann es nicht besser ausdrücken, aber ich finde: da, wo (der sehr gut gemachte) "Batman - The Dark Knight" aufhört, da legt "Wachtmen" erst so richtig los...
Buch und Film sind meiner Meinung nach genial konstruiert und umgesetzt... (auch wenn sie in einigen Punkten voneinander abweichen, weil im Film etwas anders dargestellt oder schlicht gekürzt werden musste)
Die Altersfreigabe (des Films) "ab 16" finde ich -nicht nur wegen der Gewaltsszenen- zumindest sehr fragwürdig...
Im Buch kommen zwar auch Gewaltszenen vor, aber sie entfalten bei weitem nicht dieselbe Wirkung wie im Film...

Ob einem das gefällt oder nicht: die 16-18 jährigen sind bei so einem Film auf jeden Fall eine ziemlich grosse Zielgruppe / Einnahmequelle... und Geld regiert nun mal die Welt...
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Re: Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Thetis » Mittwoch 25. März 2009, 07:54

Windle Poons hat geschrieben:
@ Alle

Stimmt mit meinen Computer- bzw. Browsereinstellungen irgendetwas nicht ?
Bei mir erscheinen in den beiden Beiträgen von "Feles Cum Libero" und auch bei dem von "Arc-en-ciel" mitten im Text mehrere, große "schwarze Zensurbalken" :?:
Und wieso zeigt er bei mir als Uhrzeit 22.09 Uhr an, obwohl ich den Beitrag um 20.09 Uhr abgeschickt habe
("Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde")


Die "Zensurbalken" sind Spoiler. Einfach draufklicken dann kann mans lesen.
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Re: Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Feles Cum Libero » Mittwoch 25. März 2009, 10:44

Windle Poons hat geschrieben:@ Alle
[...]
Und wieso zeigt er bei mir als Uhrzeit 22.09 Uhr an, obwohl ich den Beitrag um 20.09 Uhr abgeschickt habe
("Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde")


Du musst bei deinen persönlichen Einstellungen im Foren-Profil die Option "Automatische Sommerzeit" deaktivieren, dann stimmt die Zeit wieder.
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Re: Watchmen - Die Wächter

Beitragvon Windle Poons » Mittwoch 25. März 2009, 12:38

Herzlichen Dank für die Hilfe.

Die Uhrzeit funktioniert jetzt wieder richtig und die "vermeintlichen Zensurbalken" finde ich auf jeden Fall besser als den früheren "Buchstabensalat".

Aber jetzt wieder zurück zum Thema bzw. zum Film.

Ich kann´s nicht ändern, aber meine "Lieblingsfiguren" in diesem Film sind eindeutig der COMEDIAN und RORSCHACH...
Die beiden sind in meinen Augen ohne Zweifel absolute "Psychopathen".
Ich kann Ihre Beweggründe zwar (teilweise) nachvollziehen und verstehen...
(...Das heißt aber noch lange nicht, dass ich Ihre Handlungen gutheißen oder tolerieren würde...
Insbesondere nicht die vom COMEDIAN...
Bei RORSCHACH ist die Motivation ja hauptsächlich Rache, Selbstjustiz oder Notwehr - wenn auch mit sehr aggressiven Mitteln)
Jedenfalls als Filmfiguren finde ich beide irgendwie faszinierend...)
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