Zweiter Abschnitt: etwa S. 14 - 26

Vergleichsleserunde Original, Übersetzung und Neuübersetzung vom Scheibenwelt-Roman Small Gods / Einfach göttlich.

Zweiter Abschnitt: etwa S. 14 - 26

Beitragvon Tiffany Aching » Donnerstag 15. November 2012, 10:15

Da es ja eigentlich schon seit gestern einen neuen Abschnitt gibt mach ich mal schnell den Thread dazu auf.

Ab "Brother Nhumrod was the novice master, but he wasn't the novide master" (bei mir S. 14) / "Bruder Nhumrod war zwar Novizenmeister, aber nicht der Novizenmeister" (AB, bei mir S. 14)
Bis "It sighed. 'Great days. Great days!' "(bei mir S. 26) / "Er seufzte. >>Ach, das waren ncoh Zeiten.<<" (bei mir S. 26)

Wie hier besprochen geht es dann schon in einer Woche (21.11.) mit dem nächsten Abschnitt weiter :)

Heute müsste meine Jung Übersetzung ankommen, bin also gespannt auf das Vergleichslesen.
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Dr.Wednesday » Donnerstag 15. November 2012, 10:51

An dieser Stelle rasch eine Aufklärung: die Nabe anstelle der Mitte bleibt und soll in den neuen Büchern wie den Neuübersetzungen konsequent eingeführt / durchgezogen werden.
"Hub" kann beides bedeuten, klar. Bei einer Scheibe fand ich "Nabe" (um die sich alles dreht) plausibler. (Entsprechend dann "nabenwärts" etc, ich hoffe, da rutscht nix durch ...)
Dann hat mir bei amazon jemand vorgeworfen, in "Steife Prise" sei mein "die Welt hat sich ein Stück weitergedreht" völlig daneben, weil die Scheibe sich ja nicht drehe .... Ich hab erst mal einen Schreck bekommen, mir fiel auch gleich die "Nabe" wieder ein - und konnte mich glücklicherweise im DiscWiki versichern, dass sich die Scheibe sehr wohl mit der-und-der Geschwindigkeit dreht. Puh!

Ansonsten ist es bestimmt ein bisschen komisch für euch, hier die Übersetzung(en) zu kritisieren, wenn zumindest ein Übersetzer mitliest. Ich finde die Idee (und die bisherige Umsetzung) aber sehr gut, dass ihr euch die Mühe macht, wirklich mal zu vergleichen - auch auf die Gefahr hin, dass irgendwelche Schnitzer meinerseits ans Licht kommen, oder die Meinung auch mal gegen meine Variante/n tendiert, damit muss ich halt (zähneknirschend :shock: ) leben.

Um gelegentliches Selbstübersetzen kommt ihr ganz automatisch nicht herum - es liegen ja 2 Varianten vor, die richtiger/falscher oder auch nur gut/besser sind, und alles, was euch nicht gefällt, muss jetzt ja begründet und am Casus Knaxus eventuell besser gemacht werden. Auch wenn ihr nicht dafür bezahlt werdet - das hier ist freiwillige Fron :roll:

Ich lese natürlich mit Spannung mit, und wenn's euch nicht nervt, mische ich mich ab und zu ein. Was nicht heißen soll, dass ich mich bei jedem Kritikpunkt sofort verteidigen muss, das wäre extrem kontraproduktiv.

Grüße von Gerald
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Tiffany Aching » Donnerstag 15. November 2012, 20:21

Dann fang ich mal gleich am Anfang an. Eine Sache, die ich beim Pratchett lesen so großartig finde, ist, dass immer wieder so Sätze dabei sind, die einfach für sich als Zitat so schön sind (und die ich mir inzwischen auch versuche rauszuschreiben oder zu markieren) und ich hatte schon befürchtet, dass dies in der Übersetzung teilweise verloren geht und vielleicht auch verloren gehen muss. Im letzten Abschnitt gab es so einen Fall, wo das mit der Übertragung gut geklappt hat:
Time is a drug. Too much of it kills you.
Zeit ist eine Droge: Zuviel davon bringt einen um
Dieses Mal leider nicht:
Possibly someone in the Citadel knew how many there were. There was someone somewhere whose job it was to know everything.
Vielleicht kannte jemand in der Zitadelle ihre genaue Anzahl - vermutlich waren irgendwelche Leute beauftragt, darüber Buch zu führen.
Ich finde das ist auch irgendwie "typisch" bei Pratchett, dass dort einerseits eben eine Aussage in der Story gemacht wird (irgendjemand in der Zitadelle weiß halt wie viele Novizenmeister es gibt) aber dann noch einer oben drauf gesetzt wird mit so einer allgemeinen Bemerkung. Finde ich schade, dass das so verloren geht. Ich hätte das halt etwa so übersetzt:
Vermutlich wusste irgendjemand in der Zitadelle wie viele Novizenmeister es gab. Irgendwo gibt es immer jemanden dessen Aufgabe es ist über alles Bescheid zu wissen.
da bleibt der pratchettige Stil doch viel besser erhalten. Versteht ihr was ich meine oder ist das zu pingelig?
Bin jedenfalls mal gespannt, wie Gerald diese Stelle übersetzt hat (ich warte noch auf mein Buch)


Verstehe nicht, warum: "the plains and jungles of Howondaland" bei AB wird zu "den Dschungeln des Wiewunderlands", also so eine Übersetzung vergleicht man doch mehrmals mit dem Original, wie kann das sein, das so etwas einfach unter den Tisch fällt? Habe ich irgendwie nicht so viel Verständnis für, aber vielleicht mache ich mir auch falsche Vorstellungen vom Übersetzen. Gerald? :D


Dann hab ich aber auch noch ein Beispiel, wo ich die Abweichungen vom Text bei AB gut finde:
There were five hundred and twelve so far, and doubtless the next prophet would add his share.
... die insgesamt fünfhundertundzwölf Gebote - es mochten mehr werden, wenn der nächste Prophet religiöse Gesetzeslücken entdeckte.
klar, das steht so nicht im Original, passt aber vom Humor und der Formulierung total gut hier rein finde ich. Und irgendwie muss man ja auch die unübersetzbaren englischen Wortspiele wieder gut machen ;)
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Bat » Freitag 16. November 2012, 16:30

Dieses Zitat
Possibly someone in the Citadel knew how many there were. There was someone somewhere whose job it was to know everything.


wird bei GJ zu
Gut möglich, dass in der Zitadelle sogar jemand wusste, wie viele es insgesamt gab. Irgendwo musste jemand sein, dessen Aufgabe darin bestand, alles zu wissen
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Tiffany Aching » Samstag 17. November 2012, 14:09

Ah schön, das war meine Hoffnung, das wenn GJ näher am Original bleibt solche Sätze besser erhalten bleiben. Gestern ist meine GJ Übersetzung angekommen, also werd ich jetzt noch mal Vergleich lesen und dann mal gucken ob sich mein positiver Eindruck bestätigt ;)
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Mam Summ » Montag 19. November 2012, 22:05

Erstmal nur ein paar (negative) Beispiele von mir:

TP hat geschrieben: ...in letters of gold set in lead...
AB hat geschrieben: Buchstaben aus Gold und Blei...
GJ hat geschrieben: ...in goldenen, mit Blei eingefassten Buchstaben...


TP hat geschrieben:But there were things to suggest to a thinking man that the Creator of mankind had a very oblique sense of fun indeed, and to breed in his heart a rage to storm the gates of heaven.
AB hat geschrieben:Allerdings ließen sich hier und dort Hinweise darauf finden, daß der Schöpfer der Menschheit eine sehr sonderbare Vorstellung davon hatte, was "Spaß" bedeutete. Darüber hinaus musste in seinem Herzen ein Sturm des Zorns wüten, der selbst die Portale des Himmels einreißen konnte.
GJ hat geschrieben:Es gab jedoch einiges, was bei einem vernunftbegabten Menschen durchaus die Vermutung nahelegte, der Schöpfer der Menschheit müsse über einen sehr schrägen Humor verfügen. Es waren Beobachtungen, die im Herzen einen so unbändigen Zorn aufwallen ließen, dass man am liebsten gegen die Tore des Himmels Sturm gelaufen wäre.
Spricht glaub ich alles für sich.

Dann hat AB einen Satz vergessen,
TP hat geschrieben:Some things have a way of going critical.
(der bei GJ zu
GJ hat geschrieben:Manches neigt dazu, eine kritische Masse zu unterschreiten.
wird.)

Ansonsten hab ich vom Gesamteindruck erstmal nix Neues hinzuzufügen. Für heute reichts mir, mehr später. :geek:
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Dr.Wednesday » Dienstag 20. November 2012, 10:39

Tiffany Aching hat geschrieben:
Verstehe nicht, warum: "the plains and jungles of Howondaland" bei AB wird zu "den Dschungeln des Wiewunderlands", also so eine Übersetzung vergleicht man doch mehrmals mit dem Original, wie kann das sein, das so etwas einfach unter den Tisch fällt? Habe ich irgendwie nicht so viel Verständnis für, aber vielleicht mache ich mir auch falsche Vorstellungen vom Übersetzen. Gerald? :D


Die Antwort an Tiffany war ich noch schuldig:

Antwort: Jein ;)
Kann schon vorkommen, dass sowas unter den Tisch fällt - entweder aus Absicht, weil der Übersetzer nicht weiß, was gemeint ist /wie er es übersetzen kann (und nachdem er sich hoffentlich redlich bemüht hat!), aber das kommt sehr selten vor (oder doch nicht ganz so selten). Manchmal lässt man zu Recht absichtlich sprachliche Schwurbel bzw. Redundanzen weg (ist halt Entscheidungs-/Empfindungssache).
Und gelegentlich übersieht man ein Wort, einen Satz oder sogar einen ganzen Absatz, wenn etwa der Absatz darunter mit den gleichen Worten anfängt und inhaltlich nicht sofort ein Bruch bzw. Sprung festzustellen ist. Sollte nicht vorkommen, aber: Shit happens. Wenn also bei den nächsten Durchgängen, bei denen man im eigenen Text, also der Übersetzung, korrigiert und feintunt, nicht auffällt, dass da was fehlt, vergleicht man nicht mehr unbedingt mit dem Original. In diesem Fall helfen meistens die aufmerksamen Augen der Lektorin/der oder des Redakteurs, die die ÜB als nächste in die Hände bekommen. Ist mir durchaus auch schon vorgekommen, dass jemand anmerkte: Da haben Sie einen kleinen Absatz ausgelassen. War das Absicht? - - - Nein, war es nicht, ist mir durchgeflutscht, am Ende des Tages, nachdem man 7 Stunden auf den Bildschirm geglotzt hat ... sollte nicht passieren ... Gut, dass es Ihnen aufgefallen ist!

Ja - schlecht und ärgerlich ist es allemal!

Mit Gruß von
Gerald
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Tod » Dienstag 20. November 2012, 11:04

Da könnte Software helfen, die beide Texte immer parallel anzeigt und die Abschnitte mitscrollt, so hat man immer vor Augen, wenn es eine Lücke gibt.
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Tod » Dienstag 20. November 2012, 21:22

Zurück zum Vergleich:
Ich bin gerade über die Vestigial Virgins gestolpert, die bei AB zu "Jungfrauen, sowohl vestalische, als auch kummervolle..." und bei Gerald zu "Veganische Jungfrauen" geworden sind, eindeutig die elegantere Variante für den Satz.
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Tod » Dienstag 20. November 2012, 21:31

Die eine Fußnote in diesem Abschnitt könnte bei AB gar nicht weiter vom Original entfernt sein. Dass es auch lustig und genau im Deutschen funktioniert, beweist die Übersetzung von Gerald.
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Tod » Dienstag 20. November 2012, 21:59

Gegen Ende des Abschnitts spricht Brutha von der Statue von Om, die seven cubits hoch ist, bei Gerald sieben Ellen und bei AB plötzlich elf Ellen. Keine Ahnung, wieso er da die Zahl geändert hat.
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Tiffany Aching » Mittwoch 21. November 2012, 00:05

Danke für deine Antwort, Gerald!
Tod hat geschrieben:Da könnte Software helfen, die beide Texte immer parallel anzeigt und die Abschnitte mitscrollt, so hat man immer vor Augen, wenn es eine Lücke gibt.
Hm, joah, irgendwie hatte ich mir sowas in der Art auch vorgestellt...

Etwas was schon im letzten Abschnitt angesprochen wurde: Übertragung der Maßeinheiten bei GJ. Sorry, aber wenn Vorbis "gut sechs Fuß" groß ist, sagt mir das rein gar nichts. (ich war ein Jahr in Kanada, die haben versucht mir dieses komische System beizubringen. Did. Not. Work.) Fänd es sehr gut, wenn in zukünftigen Übersetzungen Maßeinheiten ins metrische System (oder auch irgend welche anderen in D verbreiteten Einheiten) umgewandelt würde. Das ist bisher einer der ganz wenigen Pluspunkte für AB...

Tod hat geschrieben:Die eine Fußnote in diesem Abschnitt könnte bei AB gar nicht weiter vom Original entfernt sein. Dass es auch lustig und genau im Deutschen funktioniert, beweist die Übersetzung von Gerald.
Joah, dachte ich mir beim Lesen auch. Außerdem geht es doch darum (wie GJ im Text richtig übersetzt) das dieser Zweig der Kirche nicht zu groß werden soll, nicht um zu ehrgeizige einzelne Quisitoren.

Tod hat geschrieben:Gegen Ende des Abschnitts spricht Brutha von der Statue von Om, die eleven cubits hoch ist, bei Gerald sieben Ellen und bei AB plötzlich elf Ellen. Keine Ahnung, wieso er da die Zahl geändert hat.
Im Original sinds seven cubits. ;) Weiß auch nicht was für eine Umrechnung AB da im Kopf hatte, soweit ich weiß ist elle = cubit = die Länge zwischen Ellenbogen und Mittelfinger-spitze
Es sind mir inzwischen auch deutlich zu viele Stellen, wo ich die AB Übersetzung komisch bis völlig unpassend finde, mal gucken wie viele davon ich noch aufschreiben werde ;)

Zum Thema "GJ zu umgangssprachlich" was ich beim ersten Abschnitt schon angesprochen hatte, da gab es hier ein konkretes Beispiel: "Es ist aber auch zum Auswachsen" passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu Vorbis, da ist ABs "Es ist wirklich ärgerlich" schon besser gewählt (Orginal: "It is too vexing")
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Tod » Mittwoch 21. November 2012, 06:52

Tiffany Aching hat geschrieben:Im Original sinds seven cubits. ;)

Vertippt und jetzt korrigiert.
Tiffany Aching hat geschrieben:Zum Thema "GJ zu umgangssprachlich" was ich beim ersten Abschnitt schon angesprochen hatte, da gab es hier ein konkretes Beispiel: "Es ist aber auch zum Auswachsen" passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu Vorbis, da ist ABs "Es ist wirklich ärgerlich" schon besser gewählt (Orginal: "It is too vexing")

Da fand ich ABs Formulierung auch passender zu Vorbis.
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Re: Zweiter Abschnitt: etwa S. 14 - 26

Beitragvon DuMistvieh » Mittwoch 21. November 2012, 16:47

Wo liegt denn die Verbindung zwischen "vestalisch" und "vegan"?
Wenn du eine Zitrone erwischst, musst du Limonade daraus machen.
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Re: Zweiter Abschnitt: etwa S. 14 - 26

Beitragvon Tod » Mittwoch 21. November 2012, 16:58

Vestalisch kommt ja im Original gar nicht vor. Nur vestigial, was botanisch verkümmert bedeuten kann.
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Re: Zweiter Abschnitt: ab 14.11.

Beitragvon Mam Summ » Sonntag 25. November 2012, 22:02

Tod hat geschrieben:Ich bin gerade über die Vestigial Virgins gestolpert, die bei AB zu "Jungfrauen, sowohl vestalische, als auch kummervolle..." und bei Gerald zu "Veganische Jungfrauen" geworden sind, eindeutig die elegantere Variante für den Satz.

Dachte ich auf den ersten Blick auch. Aber beim drüber Nachdenken fand ich, dass aus dem (botanisch) kümmerlichen bei AB jetzt (sexuell) kummervolle Jungfrauen werden, ist irgendwie auch gelungen. Klar ist der Absatz damit anders und etwas sperriger bzw länger. Aber ein guter Witz ist es trotzdem (sowas ist ja auch Geschmackssache).

Ähnlich bei den "in der Nähe befindlichen Trommelfellen..." auf S. 21 (AB, 2003; ist mir jetzt zu lang zum Zitieren...) Auch hier ist eigentlich ein ganz neuer Satz dazwischen geschoben, den man nicht unbedingt gut finden muss. Aber als "Ausgleich" für hin und wieder verlorengehende (Wort-)Witze eigentlich ein ganz schönes Bild.


AB, S. 22 hat geschrieben:Jetzt holte er tief Luft.
ist dagegen gar nicht im Original vorhanden und müsste hier meiner Meinung nach auch nicht reingedichtet werden, die Szene ist anschaulich genug.


Hier hat AB Sinn und Stimmung zwar auch gut getroffen, aber dennoch wieder ein Detail (nämlich den, der das (falsche) Wort spricht) verdreht:
TP hat geschrieben:The inquisitor gave him the nervous smile of one in the presence of a superior whose merest word could see him manacled on a bench.

AB hat geschrieben:Der Inquisitor lächte nervös, wie ein Mann, der genau wusste, dass ihn ein einziges falsches Wort in Schwierigkeiten bringen konnte.

GJ hat geschrieben:Der Inquisitor antwortete ihm mit dem Lächeln eines Mannes, der sich in der Gegenwart eines Vorgesetzten befindet, welcher ihn mit einem einzigen Wort im Handumdrehen auf der nächstbesten Streckbank festbinden lassen kann.

GJ ist hier genauer, auch wenn ich persönlich das "im Handumdrehen" für überflüssig halte.


Alles Spitzfindigkeiten mal wieder, aber dafür sind wir ja hier... :twisted:
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