Mercedes Lackey: Die verzauberten Reiche

Unterhaltungen über fantastische und historische Literatur.

Mercedes Lackey: Die verzauberten Reiche

Beitragvon Max Sinister » Dienstag 11. April 2017, 22:41

Oder Five Hundred Kingdoms, auf ausländisch. Kennt das wer von euch?

Ich frage, weil ich diese Beschreibung gefunden hatte: "these lands are governed by a magical force known as The Tradition which causes the inhabitants to live out Traditional plotlines from fairy tales, fables, fireside tales, morality plays, and even bawdy bar songs.

Within this intriguing setting live the Fairy Godmothers — women in possession of magical power as a result of the Tradition trying to force them into a role that either circumstances or their own personalities made impossible."

Geschichten, die sich wiederholen? Menschen, die dazu gezwungen werden, darin mitzuspielen? Und überwacht von "fairy godmothers"? Das erinnert mich aber sehr an Terry, speziell Lily Wetterwachs' Pläne für Gennua. Ob Mercedes (ja, so kann man heißen) Lackey von "Total Verhext" abgekupfert hat? Das erste Buch der Reihe kam 2004 heraus...
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Re: Mercedes Lackey: Die verzauberten Reiche

Beitragvon MadButcher » Sonntag 16. April 2017, 01:43

Ist in Shrek doch auch nicht anders
Ich kann sehr gut mit Kritik umgehn. Und mit dem Fleischerbeil.
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Re: Mercedes Lackey: Die verzauberten Reiche

Beitragvon Eule » Dienstag 18. April 2017, 09:59

Die "Fairy Godmothers" sind uralte Proto- oder Archetypen.
Es gibt sie in den Märchen, z. B. in Cinderella (Aschenbrödel).
Im Deutschen ist es Die Gute Fee.
Terry verwendet diese und viele andere "Patterns" und Zitate gern, ganz besonders zum Vergnügen von uns Lesern.
Das macht man natürlich auch im Film "Shrek", der ja fast ausaschließlich aus Versatzstücken besteht. Aber bitte: Warum nicht?
Und zur Mercedes: Der Name des Autos kam erst später. Es wurde nach der Tochter - und da streiten sich die Geister - von Carl Benz oder jemand anderem benannt:
www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/wer-war-mercedes-die-tochter-oder-die-frau-von-herrn-benz-oder-herrn-daimler/
"Mercedes war die 1889 geborene Tochter des österreichischen Geschäftsmannes Emil Jellinek, einem begeisterten Anhänger des Automobils."
Siehe ggf. auch hier: www.mercedes-benz.com/de/mercedes-benz/classic/historie/emil-jellinek/
Mercedes ist ein spanischer Vorname und bedeutet so viel wie "Gnade", "Barmherzigkeit":
María de las Mercedes = „Maria voller Gnaden“.
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Re: Mercedes Lackey: Die verzauberten Reiche

Beitragvon Max Sinister » Montag 24. April 2017, 23:46

"Gute Feen" sind natürlich nichts neues, aber ich rede ja davon, dass sie quasi als Polizei agieren, um alles in eine Geschichte zu pressen. Deshalb mein Vergleich mit Lily Wetterwachs.

Normalerweise sind Gute Feen doch dazu da, um armen Leuten Wünsche zu erfüllen, und nicht sowas.

Und wg. Mercedes: Weiß ich doch. Aber vielleicht gibt es ja noch ein paar Fans, die von dem Vornamen überrascht sind.
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Re: Mercedes Lackey: Die verzauberten Reiche

Beitragvon Eule » Sonntag 30. April 2017, 18:05

Sorry, sollte keine Kritik sein.
Ich dachte nur, diese Info sei nicht vorhanden.
Schadet aber auch nix, oder :-)
Zu den Feen: Terry Pratchett bedient sich mit großer Virtuosität der Elemente aus allen möglichen Bereichen, angefangen von Sagen und Märchen über Shakespeare und die Bibel bis zu "Gesetzes"-Texten und der Mehrfachbedeutung von Wörtern oder Redewendungen (Wortspiele, Puns). Das macht es ja so vergnüglich, seine Bücher deutlich mehr als einmal zu lesen!
Um dieses Vergnügen ggf. zu erhöhen oder zu vertiefen - chacun à son goût - stehen die "Anmerkungslisten" auf unserer Homepage.
Im vorliegenden Fall macht er die Sache halt spannend, indem es (nur) eine gute und eine böse Fee gibt, die gleich stark sind. In den Standardmärchen sind es bekanntlich mindestens drei Hexen (2 gute), es können aber auch 13 sein wie in Dornröschen. In diesem Märchen wird bekanntlich auch die Angewohnheit bestraft, dass man immer nur einen kompletten Satz Geschirr kauft, für einfache Leute sind das 6, und für Königs eben 12. Tja, und dann reichts nicht für die Numero 13. Dumm gelaufen. Und dann rächt es sich, wenn man nur unterbezahltens Billig-Personal eingestellt hat, das umgehend die Arbeit niederlegt, sobald Königs die Augen schließen. Und wie ein Garten aussieht, in dem man jahrelang nicht gejätet und geschnitten hat, darüber muss nicht lange grübeln ...
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